Zinnrestauration | Informationen über Zinn

Feb/10

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Zinnbecher

ZinnbecherIn meiner Werkstatt in Meißen (Sachsen) stelle ich Zinnbecher für den Genuss von Likör und Wein her. Der Likörbecher auf der linken Seite des Bildes und der Weinbecher in der Mitte  sind in originalen Gießformen von Zinngießermeistert Herbert Knöfel gegossen. Der Zinnbecher auf der rechten Seite ist ein eigener Entwurf von 1993. Im heutigen Artikel möchte ich auf die Herstellung und Reinigung von Zinnbechern eingehen.

Herstellung von Zinnbechern

Zinn in seiner reinen Form ist ein sehr weiches Metall und wird mit Kupfer/Antimon legiert um die Gießfähigkeit und Festigkeit zu erhöhen. Damit meine Kunden ihre Getränke aus meinen Zinnbechern sorgenfrei genießen können verwende ich nur das beste Zinn als Grundmetall. Mit einem Zinngehalt von 99,9 Prozent setze ich die reinste Form von Zinn als Basis für die Zinn-Kupfer-Antimon Legierung ein. So enthält die von mir verwendete Legierung 98 Prozent Zinn.

Alle drei Becher gieße ich in meiner Werkstatt von Hand. Die rauhen, gelblichen Rohlinge werden von mir anschließend, in Anlehnung an historische Techniken, ebenfalls von Hand, glatt gedreht und poliert bis sie ihren hellen, silberähnlichen Glanz erhalten. Bereits im Mittelalter wurde Zinn grundsätzlich hell und glänzend hergestellt und verwendet.

Durch die Legierung  sind die in meiner Werkstatt hergestellten Zinnbecher und alle andere Zinngegestände grundsätzlich Lebensmittelecht und aufgrund der auch innen sehr glatt gearbeiteten Oberfläche besonders gut zum Gebrauch geeignet.

Reinigung von Zinnbechern

Um den hellen, silberähnlichen Glanz zu erhalten sollten Sie ihre Zinnbecher nach dem Gebrauch gut ausspühlen um der Restsäure aus Wein und Saft keine Angriffsfläche zu geben. Eine detailierte Anleitung zum Reinigen von Zinnbechern bzw. Zinn im Allgemeinen finden sie hier.

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